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Seit nunmehr fünf Jahrzehnten sind die großen Coupés von Mercedes
ein Inbegriff für Eleganz und Exklusivität im Automobilbau. Konservatives
Design, exklusive Ausstattung und wegweisende Technologie bilden eine
Einheit. Die Luxus-Coupés waren und sind dabei nicht bloße Variante der
Limousinen, sondern sichtbar eigene Modellreihen. Sie bieten nicht nur
Ansprechendes fürs Auge, sondern auch wegweisende Innovationen in der
Automobiltechnik ihrer jeweiligen Zeit.
Dieses Prinzip reicht vom 300 S Coupé, das 1952 in die Serienproduktion
ging und den Übergang von der Nachkriegszeit zum Wirtschaftsboom symbolisierte,
bis zum neuesten Spross der Ahnengalerie, dem CL 500 resp. CL 600, der
im Jahre 2006 seine Premiere hatte. Active Body Control, Intelligent Light
System und PRE-SAFE® sorgen dafür, dass auch das neueste große Coupé am
sprichwörtlichen „Leading Edge of Technologie” im Automobilbau ist.
1952: Mercedes 300 S (W 188). Luxuriöse Automobile zu bauen war
bei Mercedes schon lange vor dem Zweiten Weltkrieg eine ebenso sorgsam
wie intensiv gepflegte Tradition. Dazu gehören beispielsweise die seltenen
Coupé-Versionen der Kompressorwagen der 20er und 30er Jahre. Heute sind
sie echtes „technisches Kulturgut” und begehrte Zeitzeugen, die in ihrem
Wert und in ihrer Bedeutung den Vergleich mit Gemälden und anderen Kunstwerken
nicht scheuen müssen.
An diese Tradition knüpfte Mercedes an, als nur wenige Jahre nach Ende
des Zweiten Weltkrieges, auf dem Pariser Autosalon im Oktober 1951, das
300 S Coupé präsentiert wurde, das Oberklasse- Coupé der Modellreihe W
188. Die allgemeine Begeisterung gipfelte im Urteil der Fachpresse; die
Rede war vom „Wagen für die Weltelite”. Die interessierte Öffentlichkeit
war aber auch überrascht, da niemand erwartet hatte, dass ein deutscher
Automobilhersteller quasi aus dem Stand heraus den Übergang schafft von
der Mangelwirtschaft in Kriegszeiten zur Produktion von exklusiven Oberklassefahrzeugen.
Das 300 S Coupé, das im Sommer 1952 in Serie ging, setzte diesem optimistischen
Fingerzeig für den wirtschaftlichen Aufbruch die Krone auf. Nicht nur,
dass Mercedes unter Beweis stellte, dass das Untenehmen noch immer zu
technischen Höchstleistungen fähig war, das 300 S Coupé zeigte auch, dass
es in wirtschaftlich schwierigen Zeiten einen Markt für exklusive Produkte
gibt.
Auf dem verkürzten Chassis des „Adenauer” Mercedes wurden Roadster, Cabriolet
A und Coupé angeboten. Allen drei gemeinsam war der Sechszylinder-Motor
aus der Baureihe W 186 mit 2.998 ccm Hubraum. Dank der drei Solexvergaser
lag die Leistung bei 150 PS.
Aus heutiger Sicht erscheinen die 50er Jahre wie eine rückwärtsgewandte
Utopie. Damals wusste niemand, was vor ihm lag. Klar war nur, dass die
Überreste des Zweiten Weltkriegs so schnell wie möglich beseitigt werden
sollten. Sichtbare Zeugen der Verwüstung waren vor allem die Straßenverhältnisse.
Dafür war die Verkehrsdichte in Deutschland sehr gering; so betrug der
Anteil an Personenwagen bezogen auf tausend Einwohner lediglich 19 Personenwagen.
Aber es zeigten sich deutliche Anzeichen für einen vorwärtsgerichteten
Geist. In der Kommunikationstechnik, eine noch ganz junge Branche, wurde
bei Ferngesprächen der Selbstwähldienst eingerichtet. Das Fernsehen wurde
für jedermann erschwinglich, allerdings zeigte es nur schwarzweiße Bilder.
In jener Zeit entwickelte die japanische Firma Sony ihr Transistorradio
zur Serienreife. Auch auf dem medizinischen Sektor kündigte sich rasanter
Fortschritt an: die ersten Herzschrittmacher kamen erfolgreich zum Einsatz.
Vor diesem Hintergrund trat Mercedes mit dem 300 S Coupé an die Öffentlichkeit,
das auf dem Pariser Autosalon im Herbst 1951 vorgestellt wurde und im
Sommer 1952 in die Serienproduktion ging. Das Stuttgarter Unternehmen
bewies mit dem brandneuen Topmodell nicht nur herausragende Ingenieurleistung,
sondern auch eine gehörige Portion Unternehmergeist. Das Coupé bestach
durch sein Design. Die geschwungenen Kotflügel und die lang gezogene Kühlerhaube
repräsentierten „traditionelle und in diesem Fall besonders edle Formen”,
wie ein zeitgenössischer Kommentar lautete. Die „ruhige, vornehme Linienführung
in ausgesuchter Harmonie mit moderner Gestaltung”, wie es weiter hieß,
strahlte zudem eine spürbare Kraft aus. Damit symbolisierte es auch den
Geist des Aufbruchs in jener Zeit.
Das kultivierte, sportliche Coupé, groß, aber nicht wuchtig, stark, aber
nicht schwerfällig, erreichte dank seines Sechszylinder-Motors eine Höchstgeschwindigkeit
von 175 km/h. Für jene unwegsamen Zeiten ein Wert, der nur auf wenigen
Streckenabschnitten zu realisieren war. „Längste Strecken in kürzester
Zeit mit größtmöglicher Schonung von Körper und Nerven” zurücklegen zu
können, lautete die Botschaft an die Coupé-Klientel, zu der Berühmtheiten
wie die amerikanischen Filmstars Gary Cooper und Errol Flynn zählten.
Die „Sportmodelle” des Mercedes 300 kamen bis 1955 auf folgende Stückzahlen:
Coupé 216 Stück, Cabriolet A 203 und Roadster 141 Exemplare. Einige wurden
mit Sonderkarosserien von Pininfarina und anderen Designern versehen.
Wie ernst man die enthusiastische Zielgruppe nahm, zeigte sich bereits
1955, als Mercedes ein überarbeitetes Modell, das 300 Sc Coupé (Baureihe
W 188 II), vorstellte. Der Motor besaß nun eine Einspritzpumpe anstelle
der Vergaser, was die Leistung auf 175 PS steigerte. Optisch verschönten
verchromte Felgen und weitere Chromteile das Äußere. Zudem hatte das neue
Coupé die Eingelenk-Pendelachse von der Limousine übernommen, was den
Fahrkomfort merkbar verbesserte. Der durchaus berechtigte Stolz der Konstrukteure
zeigte sich darin, dass der 300 Sc den Schriftzug „Einspritzmotor” auf
dem Kofferraumdeckel trug. Trotz (für 1955) beeindruckenden Fahrleistungen
von 180 km/h blieben die 300 Sc Modelle exklusiv: Coupé: 98 Stück, Cabriolet
A: 49 Stück, Roadster: 53 Stück.
Die Coupés 300 S und 300 Sc rundeten das Nachkriegsprogramm von Mercedes
nach oben ab und griffen zugleich die Tradition der Vorkriegszeit wieder
auf - repräsentative Wagen mit sportlicher Note für höchste Ansprüche.
Die glückliche Verbindung von Höchstleistung und Fahrsicherheit mit Eleganz
und Qualität wurde von den damaligen Fachleuten als „Maßstab für das heute
im Automobilbau Erreichbare” angesehen.
Dass zwischen 1951 und 1958 lediglich 314 Einheiten der Coupés der Modellreihe
W 188 produziert wurden, ist auf den kleinen Markt der damaligen Zeit
zurückzuführen. Die wenigen heute noch erhaltenen W 188-Coupés zählen
zu den gesuchten Sammlerstücken und sind seltener (und vielfach teuerer)
als der legendäre 300 SL.
1956: Mercedes 220 S (W 180). Mitte der Fünfzigerjahre waren die
so genannten „Nachkriegsjahre” endgültig vorbei. Aus dem zaghaften wirtschaftlichen
Aufbruch in Deutschland hatte sich ein Boom entwickelt, in die Geschichte
eingegangen als „Wirtschaftswunder”. Die PKWDichte hatte sich in den vier
Jahren seit 1952 mehr als verdoppelt; 1956 entfielen auf tausend Einwohner
40 Personenwagen. Arbeitslosigkeit war ein Fremdwort. Unter diesen positiven
Vorzeichen ließ sich sogar die Politik auf Wagnisse ein. So trat bei den
Olympischen Spielen im australischen Melbourne erstmals eine so genannte
„Gesamtdeutsche Mannschaft” an. Ein politischer Kurs, der später zwar
wieder revidiert wurde, der aber zeigte, dass Chancen ausgereizt werden
müssen, wenn Fortschritte erzielt werden wollen. Als 1956 das erste transatlantische
Telefonkabel in Betrieb ging, konnte jeder von zu Hause aus mit New York
oder San Francisco telefonieren.
Dies war der Startschuss für den globalen Siegeszug der Kommunikation.
Kommunikation heißt auch Bewegung. Und Bewegung heißt auch Automobil.
Als Mercedes 1956 das 220 S Coupé der Modellreihe W 180 vorstellte, vermissten
Nostalgiker, die es auch schon damals gab, die geschwungenen Kotflügel
des Vorgängers. Auch das 220 S Coupé zeigte sich mit seinen zwei Türen,
dem fließenden Dach und der weit ausladenden, gewölbten Heckscheibe in
eleganter Linie.
Voluminöse Stoßstangen und Nebelscheinwerfer prägten das Gesicht des Coupés.
Ganz deutlich aber war die Trennung von Fahrgastzelle, Vorbau und Heck
zu einer charakteristischen Ponton-Form der Karosserie, was schnell zur
griffigen Bezeichnung „Ponton-Mercedes” führte. Erstmals besaß mit dem
220 S Coupé ein Coupé von Mercedes eine selbsttragende Karosserie, die
fest mit dem Rahmenboden verschweißt war.
Die charakteristischen „Ponton”-Mercedes-Modelle dieser Modellreihe traten
zunächst mit einem 100-PS starken Motor an, auch die Coupés. Kurze Zeit
später konnte die Motorleistung auf 106 PS gesteigert werden. Eine verbesserte
Vorderradaufhängung sorgte für erhöhten Fahrkomfort, ebenso wie die Eingelenk-
Pendelachse mit tief liegendem Drehpunkt.
Das 220 S Coupé schlug sich mit 21.500 Mark zu Buche. Ein stolzer Preis,
wie einige Vergleichswerte zeigen: Mercedes 300c Limousine: 22.000 Mark,
Mercedes 190 SL: 16.500 Mark, BMW 3200 S: 21.240 Mark, Jaguar XK 150:
21.500 Mark. Die entsprechende Ponton-Limousine kostete um 9.000 Mark
weniger - die Preisdifferenz(!) hätte man auch in gleich zwei VW Käfer
1200 Export investieren können!
Auf Wunsch und zum Aufpreis von 450 Mark erhielt der Kunde ab 1957 eine
hydraulischautomatische Kupplung namens „Hydrak”. Auch die Innenausstattung
war edel. So gehörten polierte Edelholzeinfassungen für die Armaturen
und Lederpolsterung ebenso zum Coupé-Auftritt wie ein Standgebläse für
Heizung und Lüftung. Als Einheit aus „moderner Technik und zweckvoller
Eleganz” beschrieb die zeitgenössische Presse das Coupé. Zur von vielen
Kunden erhofften Steigerung der Fahrleistungen bot Mercedes ab September
1958 eine Benzineinspritzung im 220 SE der Modellreihe W 128 zum Preis
von 1.900 Mark an, was die Leistung auf 115 PS anhob.
Die „Ponton”-Coupés der Modellreihen W 180 und W 128 stellten, wie schon
das 300 S Coupé von 1952, unter Beweis, dass ambitioniertes Design, wegweisende
Technik und genussvolles Fahren keine Gegensätze sind, sondern von der
Kundschaft geradezu erwartet werden. Zwar wurden von den Coupés 220 S
und 220 SE insgesamt nur 2081 Modelle gefertigt, aber auch die „Ponton”-Coupés
zählen heute zu den gesuchten Sammlerobjekten.
1961: Mercedes 300 S (W 111). Jahr 1961 war reich an weltgeschichtlichen
Ereignissen, die international enorme Resonanz fanden, weil sie dank der
unaufhaltsam fortschreitenden Kommunikationstechnik jeden Haushalt erreichten,
der einen Fernsehempfänger besaß. Für Deutschland wird der 13. August
1961 für immer und schmerzlich unvergessen bleiben: An diesem Tag begannen
Bautrupps der DDR, eine Mauer zwischen Ost- und Westberlin hochzuziehen.
Dies markierte den Beginn einer politischen Teilung, die 28 Jahre dauern
sollte und erst mit dem überraschenden Fall der Mauer am 9. November 1989
endete.
Zukunftsweisend in positiver Hinsicht, wenn auch mit viel Propaganda begleitet,
war 1961 der erste bemannte Weltraumflug: Der Russe Juri Gagarin umrundete
die Erde in einer „Wostok”-Rakete in 1 Stunde und 48 Minuten ein einziges
Mal und wurde damit zum Helden der Sowjetunion. Tragisch dagegen der Tod
des deutschen Rennfahrers Wolfgang Graf Berghe von Trips, der am 10. September
1961 beim Grand Prix von Italien in Monza mit seinem Ferrari in den Tod
raste und 16 Zuschauer mitriss.
Bei Mercedes stand in jenem Jahr erneut ein Coupé im Rampenlicht: Zur
feierlichen Eröffnung des Museums im Werk Untertürkheim am 24. Februar
1961 wurde das 220 SEb Coupé der Modellreihe W111 präsentiert. Wieder
einmal hatten die Konstrukteure Stilsicherheit bewiesen. Das elegante
und repräsentative neue Coupé besaß eine unwiderstehliche Ausstrahlung
von Kraft und Komfort, die schon äußerlich sichtbar war. Die Heckflossen,
die der Limousine den Beinamen gegeben hatten, wurden nur noch angedeutet,
die fließenden Linien dadurch verstärkt. Die ästhetische Ausgewogenheit
verzichtete auf stilistische Spielereien.
Für den vollwertigen Viersitzer mit reichlich Platz auch für längere Reisen
wurde neben Motor und Fahrwerk auch die Sicherheitskarosserie von der
viertürigen Limousine übernommen. Abgesehen davon war das Coupé eine komplette
Neukonstruktion.
120 PS leistete der Sechszylinder, ausreichend auch für hohe Durchschnittsgeschwindigkeiten
auf Langstrecken. Dies waren keine theoretischen Werte mehr, denn die
beginnenden 60er Jahre markierten auch einen Reiseboom in Deutschland.
Die PKWDichte hatte sich in Deutschland seit 1956 nochmals mehr als verdoppelt;
sie betrug nun 95 PKW pro tausend Einwohner. Die Straßenbeschaffenheiten
indes zeigten sich noch recht unterschiedlich.
Doch die Konstrukteure bei Mercedes hatten vorausgeplant: Das 220 SEb
Coupé besaß als erster Serien- PKW von Mercedes Scheibenbremsen an den
Vorderrädern. Außerdem ein gepolstertes Lenkrad und neuartige Keilzapfen-Türschlösser,
die verhinderten, dass die Türen beim Aufprall aufsprangen. Hinzu kamen
Dreipunktgurte. Diese sicherheitsrelevanten Einrichtungen, wie auch die
Fahrleistungen, wurden von den Modellen der folgenden Jahre noch übertroffen.
Das 300 SE Coupé der Modellreihe W 112 von 1962 besaß ein serienmäßiges
Viergang- Automatikgetriebe, Luftfederung und Servolenkung. Diese Ausstattungen
entsprachen auch den Erwartungen der Kunden, die in jenen Jahren vermehrt
Kilometer zurücklegten. Wobei sich die Coupés nicht nur für die gehobene
Freizeitgestaltung - Stichwort: Fahrspaß - empfahlen, sondern auch und
gerade für berufliche Vielfahrer als ideal erwiesen.
Im August 1965 wurde aus dem 220 SE der 250 SE und im Jänner 1968 der
280 SE. Der Motor mit 2.778 ccm Hubraum leistete jetzt 160 PS und damit
nur 10 PS weniger als der 300 SE. Im November kam der 280 SE 3,5 auf den
Markt. Die neue Frontpartie - niedrigerer und breiterer Grill und entsprechend
eine flachere Motorhaube erhielten auch die Sechzylinder-Modelle, sodass
die Unterscheidung nur an der Aufschrift möglich ist.
Der verstärkte Zuspruch spiegelt sich in den Verkaufszahlen wider: Von
den Coupé der Modellreihe W 111 und W 112 wurden mehr als zehn Mal so
viel produziert, wie von der „Ponton”- Vorgängerreihe, nämlich genau 28.918
Stück.
Als 1971 die Produktion der Baureihen W 111 und W 112 eingestellt wurde,
mussten sich die Kunden für einige Zeit mit „kleinen Coupés” begnügen.
1969 war mit der Baureihe W 114 Coupés (250 C und 280 C resp. 250 CE und
280 CE) auf Basis der Strich-8 auf den Markt gekommen. Diese wurden bis
Sommer 1976 gebaut. Die W 114 Coupés und die SL-Cabrios und die SLC-Coupés
der Baureihen C 107 mussten die Fahnen bis Anfang der 80er Jahre hochhalten.
1981: Mercedes 380 SEC (C 126). Mit dem Jahr 1981 begann die Ära
der neu entdeckten globalen Kommunikation. In der Technik wie in der Gesellschaft:
So gelang einer noch jungen Softwarefirma namens Microsoft aus Seattle
im amerikanischen Bundesstaat Washington mit ihrem Computer-Betriebssystem
der globale Durchbruch: MS DOS wurde zum Standard für den Großteil aller
PCs der Welt. Weit höher im Interesse der Medien stand damals jedoch ein
ganz anderes Großereignis, eine Hochzeit: Prinz Charles und Lady Diana
Spencer heirateten am 29. Juli 1981. Das royale Spektakel wurde von mehr
TV-Stationen übertragen und von mehr Zuschauern begleitet als alle Olympischen
Spiele: Mehr als eine Milliarde Menschen, so haben Statistiker errechnet,
wohnten dem prinzlichen Jawort bei.
Bei Autos vollziehen sich die Medienauftritte in kürzeren Intervallen
als bei Königshochzeiten. Das schmälert nicht die Bedeutung der Fahrzeuge,
stellen sie doch immer auch einen Maßstab des jeweiligen technischen Fortschritts
dar.
Als 1981 das 380 SEC Coupé und das 500 SEC der Modellreihe C 126 Coupé
vorgestellt wurden, hatte man wieder zur S-Klasse als Basis der Coupés
zurückgefunden, anstelle der SL-Klasse, die zwischen 1971 und 1981 auch
als SLC-Coupé angeboten wurde. Dies bedeutete zunächst, dass sie in ihren
Abmessungen etwas größer ausfielen. Das Design der neuen Coupés orientierte
sich ebenfalls an den Viertürern mit eleganter, harmonischer Formgebung.
Es strahlte jedoch mehr geballte Kraft und Agilität aus. Den Karosserieschneidern
gelang das Kunststück, bildlich gesprochen, einen überaus muskulösen Leib
in ein tailliertes Sakko zu kleiden.
Wieder einmal hatte sich die PKW-Dichte in Deutschland rasant entwickelt:
Im Jahre 1981 besaßen 385 von tausend Einwohnern einen PKW. Die Erwartungen
der automobilen Kundschaft stiegen. Die Ansprüche an mehr Leistung bedienten
die Ingenieure von Mercedes mit V8-Motoren für die neuen Coupés, die zudem
im Rahmen des „Mercedes- Benz-Energiekonzepts” zur Verbrauchs- und Schadstoffreduzierung
gründlich überarbeitet worden waren. 204 PS leistete das 380 SEC Coupé,
231 PS das 500 SEC Coupé.
„Ganz hervorragend sind Raumgefühl und Übersichtlichkeit”, urteilte
ein Fachmagazin seinerzeit und lobte „der SEC lässt sich spielerisch
dirigieren”. Zu den technischen Modifikationen zählten, neben einer
Erhöhung der Verdichtung, verbesserte Nockenwellen mit geänderten Steuerzeiten,
luftumspülte Einspritzventile und eine elektronische Leerlaufregelung.
Dank dieser ausgefeilten Eingriffe konnte der Kraftstoffverbrauch der
SEC-Coupés im Vergleich zu ihren Vorgängertypen deutlich reduziert werden.
Selbstverständlich entsprachen auch die Coupés dem hohen Sicherheitsstandard
der S-Klasse-Limousinen. Ein interessantes Ausstattungsdetail stellten
elektrisch betätigte Gurtbringer dar, die zum serienmäßigen Lieferumfang
der SEC-Typen gehörten und die Aufgabe hatten, an allen vier Sitzen den
Sicherheitsgurt ins Blickfeld und in eine für Fahrer bzw. Beifahrer gut
erreichbare Position zu bringen. Auf Wunsch waren ein Airbag für den Fahrer
und ein Gurtstraffer für den Beifahrer lieferbar. Deutlich wurde der Bedarf
des Markts für ein neues großes Coupé von Mercedes nicht zuletzt an den
Zahlen: Von der Modellreihe C 126 wurden insgesamt 74.060 Stück produziert.
Diese Coupés, für manche Liebhaber „die Reisewagen schlechthin”, zählen
heute zu den gesuchten „Youngtimern” aus dem Hauses Mercedes. Sie vereinen
technischen Fortschritt in Sachen Fahrleistungen und Fahrsicherheit mit
dem traditionellen Anspruch an Exklusivität und Komfort.
1992: Mercedes 500 SEC (C 140). Im Jahr 1992 traten Persönlichkeiten
ins öffentliche Interesse, die auf ganz unterschiedliche Weise Geschichte
machten: Bill Clinton leistete seinen Eid als 42. Präsident der USA, zum
Zeitpunkt seines Amtsantritts 47 Jahre alt und damit ein vergleichsweise
junger Präsident, mit viel Vorschusslorbeeren bedacht. In anderen Branchen
traten Vertreter der Alten Garde ab. So starb die deutsche Schauspielerin
Marlene Dietrich am 30. Mai 1992 im Alter von 91 Jahren. Im selben Jahr,
am 8. Oktober, starb der ehemalige deutsche Bundeskanzler und Friedensnobelpreisträger
Willy Brandt im Alter von 79 Jahren.
Als adäquate Bühne für eine Weltpremiere hatte Mercedes 1992 internationale
Podien gewählt: Die Premiere des neuen SEC-Coupés der Modellreihe C 140
fand im Januar des Jahres auf der North American International Auto Show
in Detroit statt, die Europapremiere erfolgte zwei Monate später am Genfer
Automobilsalon.
Zunächst wurden zwei Varianten angeboten: der 500 SEC mit einem V8-Motor
und der 600 SEC mit einem V12-Motor, die in ihrer Motorisierung mit 320
PS beziehungsweise 394 PS den entsprechenden Limousinen glichen. Beide
waren mit zahlreichen Extras ausgerüstet und stellten die Topmodelle des
PKW-Programms dar. Obwohl die SEC-Coupés technische Anleihen bei den 1991
vorgestellten SKlasse- Limousinen machten, präsentierten sie sich in ihrem
eleganten Design deutlich eigenständig. Mehr noch: Sie verdeutlichten
die Tradition der Coupé- Geschichte bei Mercedes auf ganz außergewöhnliche
Weise.
Klare, ruhige Formen verströmten Dynamik und dezente Sportlichkeit. Eine
gute Kombination für die Coupé-Enthusiasten, welche wieder einmal den
Status der Mercedes-Coupés auf dem Weltmarkt unterstrich. Eine äußerliche
Veränderung wurde im Juni 1993 eingeführt: Analog zu den anderen PKWTypen
wurden auch bei den Coupés der S-Klasse neue Typenbezeichnungen eingeführt;
aus dem 600 SEC beispielsweise wurde so das S 600 Coupé.
Die Nachfrage nach den exklusiven Coupés von Mercedes war auch 1992 ungebrochen.
Doch die Ansprüche der Kundschaft schienen parallel zur PKW-Dichte zu
steigen, die 1992 mit 502 Personenwagen auf tausend Einwohner einen neuen
Rekord erreicht hatte. Rechnerisch fanden nun sämtliche Einwohner Platz
auf den Vordersitzen der deutschen PKW-Flotte. Um die große Nachfrage
nach Oberklasse-Coupés zu bedienen, erhielt die Coupé- Familie im März
1994 mit dem S 420 Verstärkung, mit 279 PS.
Das S 600 Coupé trat mit zwei grundlegenden technischen Neuerungen an:
Im Mai 1995 wurde ein vollkommen neu entwickeltes Fünfgang-Automatikgetriebe
mit schlupfgesteuerter Wandler-Überbrückungskupplung und elektronischer
Steuerung eingeführt, das aufgrund seiner ausgeklügelten elektronischen
Steuerung eine Senkung des Kraftstoffverbrauchs ermöglichte. Eine Innovation
von noch grundlegenderer Bedeutung wurde zeitgleich eingeführt: das Elektronische
Stabilitäts- Programm ESP®, das den Fahrer in kritischen Situationen unterstützt,
indem es durch einen gezielten sensorgesteuerten Bremseingriff dem instabilen
Moment entgegenwirkt und damit zur Fahrsicherheit beiträgt. Seither gilt
ESP® als unentbehrliche Sicherheitstechnik im Fahrzeugbau. Mercedes hatte
sich wieder einmal als Pionier in der Sicherheit erwiesen.
Dieses Argument minderte die Begeisterung für die Coupés nicht, im Gegenteil.
Wie emotional auch die Werbung vom Coupé sprach, zeigt eine Kampagne aus
dem Jahr 1994, die mit den Worten warb: „Fahren Sie ihn, bevor er eines
Tages zu schade dafür ist.” Abgebildet war, neben einem Kompressor-Mercedes
Typ 500 K, einem 300 SL Roadster und einem Mercedes Typ 300 Sc, das S-Klasse-Coupé
der damals aktuellen Modellreihe C 140. Die Botschaft war klar: Das neue
Coupé steht in einer Reihe mit den Klassikern des Hauses.
Recht ungewöhnlich kommentierte das amerikanische Fachmagazin Road & Track
den Auftritt des Coupés: „Eines Königs würdig ist dieses S-Klasse-Coupé,
es ist genau das, was zum Beispiel König Ludwig fahren würde, wenn er
heute noch lebte ...”. Sicher zählten einige der lebenden Könige zur
Kundschaft, aber dass eine Vielzahl von Normalsterblichen Begeisterung
für das Coupé empfanden, zeigen die Produktionszahlen. Von der Modellreihe
C 140 wurden 26.022 Einheiten gefertigt.
1999: Mercedes CL 500 (C 215). Die Zeiten standen 1999 wieder
einmal auf Umbruch. Mehr Sorgen als die Umstellung von der Deutschen Mark
auf das neue Zahlungsmittel Euro machten manchen Zeitgenossen jedoch die
unbekannten Risiken, die sich möglicherweise durch den Jahrtausendwechsel
in Computersysteme und Rechnernetze ergeben könnten. Wie wir heute wissen,
ging die Umstellung von 1999 auf 2000 zumindest in den Rechensystemen
glatt.
Ein markantes Zeichen für ein neues Zeitalter war 1999 die Eröffnung des
neuen Reichstags in Berlin. Damit wurde die Stadt auch sichtbar zur Hauptstadt
eines wiedervereinten Deutschlands. Auch andere Ereignisse aus Deutschland
machten Schlagzeilen: Der Schriftsteller Günter Grass erhielt den Nobelpreis
für Literatur. Aber auch dieses Jahr kam nicht ohne Abschied aus: Die
Tennis-Legenden Steffi Graf und Boris Becker gaben ihren Rücktritt vom
aktiven Sport bekannt.
Einen neuen Höchstwert vermeldete die PKWDichte in Deutschland: An der
Schwelle zum neuen Jahrtausend betrug sie 516 PKW auf tausend Einwohner.
Weltpremiere auch auf dem Genfer Automobilsalon im März 1999: Das innovative
Mercedes Coupé der CL-Klasse der Modellreihe C 215, der CL 500, feierte
seinen Auftritt. In Design, Motorisierung und Ausstattung lieferte es
einen glanzvollen Beweis für die anhaltende Innovationskraft des Stuttgarter
Autobauers.
Auf den ersten Blick erkennbar war die neue Linienführung: Die lange,
flache Motorhaube, die dynamische Dachlinie, das markante Heck und die
Doppelscheinwerfer in der neuen Interpretation des wohl vertrauten „Vier-Augen-Gesichts”
prägten eine Form, die gleichzeitig Sportlichkeit und Eleganz ausstrahlt.
Athletik paarte sich mit Geschmeidigkeit. Durchgängige Seitenscheiben
und der Verzicht auf B-Säulen ließen den Grundkörper leicht wirken. Das
Coupé fand im elitären Coupé-Markt der Welt auf Anhieb seinen Platz und
gehört zu den meistgefragten Coupés der Welt.
Zum Auftritt des außergewöhnlichen Coupés passten die Motoren, die Mercedes
für das Coupé anbot: Das Topmodell CL 600 war ausgestattet mit einem neu
entwickelten, laufruhigen Zwölfzylindermotor, der 367 PS mobilisierte
und ein Drehmoment von 530 Nm bot. Leichtbau, Dreiventil-Technik, Doppelzündung
mit Wechselspannungs-Zündsystem und Ionenstrom-Diagnose, automatische
Zylinderabschaltung, sechs Katalysatoren und acht Lambdasonden sind nur
einige Beispiele für die aufwändige technische Ausstattung dieses hoch
modernen Triebwerks. Das „kleinere” Coupé CL 500 ist mit dem 306 PS starken
V8-Motor ausgestattet.
Serienmäßig kamen im Mercedes-Coupé Innovationen zum Einsatz, die zum
Zeitpunkt der Präsentation weltweit kein anderes Automobil aufwies. Allen
voran das neuartige aktive Federungssystem Active Body Control (ABC),
das ein bislang unerreichtes Optimum aus Sportlichkeit und Komfort darstellt.
Auf Basis von Sensorsignalen und mithilfe spezieller Hydraulikzylinder
an den Achsen kompensiert ABC Wank- und Nickbewegungen der Karosserie
beim Anfahren, bei Kurvenfahrt oder beim Bremsen fast vollständig. So
wird Autofahren zu einem neuen Erlebnis.
Zur weiteren Serienausstattung des neuen großen Coupés gehörte ein umfangreiches
Sicherheitspaket, das in seiner Komplettheit seinesgleichen sucht: Front-
und Sidebags zählten dazu sowie Windowbags. ESP® war selbstverständlich;
hinzu kam die Antriebs-Schlupf-Regelung ASR.
Dies waren technische Konfigurationen, die sicheres Autofahren garantierten.
Vorbildliche Aerodynamik (cW-Wert 0,28), konsequenter Leichtbau und eine
neue Maßkonzeption waren weitere Kennzeichen des Mercedes CL-Coupés von
1999. Ein modernes Hybrid-Konzept, das den Einsatz verschiedener Leichtbau-Werkstoffe
wie Aluminium, Magnesium, Stahl und Kunststoff ermöglicht, erbrachten
im Vergleich zum Vorgänger eine Gewichtsersparnis von bis zu 340 Kilogramm.
Bei der Ausstattung blieben keine Wünsche offen: Multifunktions-Lenkrad,
Fünfgang-Automatik mit Tipp-Schaltung und Speedtronic, Klimatisierungsautomatik
mit Aktivkohlefilter zählten dazu. Elektrisch verstellbare Ledersitze
mit Memory- Funktion, Lederapplikationen, auch an Instrumententafel und
Türen sowie edle Zierhölzer unterstreichen die Spitzenstellung dieses
Coupés. Beim Topmodell CL 600 betonten zusätzlich das Bedienund Anzeigesystem
COMAND, Telefon, Soundsystem, Polsterung in exklusivem Nappaleder sowie
Säulenverkleidungen und Dachhimmel aus weichem Alcantara die besondere
Klasse und die herausragende Stellung in der Automobilhierarchie.
Im Jahr 2002 erhielt der V-12-Motor des CL 600 eine Biturbo-Aufladung
und flankierende Maßnahmen, die ihn gleichfalls auf 500 PS erstarken ließen,
er stellte bei einem Ladedruck von einem bar ab 1.800 U/min ein maximales
Drehmoment von 800 Nm bereit - das waren 36 Prozent mehr Leistung und
sogar 51 Prozent mehr Drehmoment als beim bisherigen Zwölfzylinder. Damit
erreichte das Fahrzeug die 100-km/h-Marke aus dem Stand in 4,8 Sekunden;
die Höchstgeschwindigkeit wurde elektronisch auf 250 km/h begrenzt.
Im CL 55 AMG ging ab Herbst 2002 der von Mercedes-AMG entwickelte V-8-Kompressormotor
mit 5,5 Liter Hubraum zu Werke. Er leistet wie der Zwölfzylinder 500 PS,
jedoch hat er eine eher sportliche Charakteristik. Ein Fünfgang-Automatikgetriebe
mit Schalteinrichtung im Lenkrad unterstrich das sportliche Fahrerlebnis.
Abgesehen von verschiedenen Modellpflegemaßnahmen blieb der CL 500 unverändert
im Programm. Für alle Varianten wurde im Herbst 2002 die Active Body Control
(ABC) überarbeitet: Nun wird zusätzlich das aktuelle Gesamtgewicht des
Fahrzeugs ermittelt und in die Berechnung der aktiven Fahrwerksregelung
einbezogen. Damit wird das Fahrverhalten weitgehend unabhängig von der
Beladung. Im Rahmen der Modellpflege wurde auch die Sicherheitsausstattung
noch ausgefeilter, unter anderem mit so genannten Up-Front-Sensoren im
Vorbau der Karosserie, die beim Crash frühzeitig die Aufprallschwere erkennen
und damit den Beifahrer- Airbag situationsbedingt in zwei Stufen steuern.
Überdies werden die Gurtstraffer dank der Sensoren noch früher aktiviert.
Die Leistungsgrenze wurde 2003 noch einmal nach oben gerückt - mit dem
CL 65 AMG, der 612 PS mobilisiert und zwischen 2000/min und 4.000 U/min
ein Drehmoment von 1000 Nm bereitstellt. Das Produktionsvolumen der Coupés
der Modellreihe C 215 zeigte, dass Mercedes den Weg der Coupé-Tradition
erfolgreich beschreitet: Bis Mai 2006 wurden 46 800 Stück gefertigt.
2006: Mercedes CL 500 (C 216). Der 2006 präsentierte Nachfolger
setzt die Tradition der Großen Coupés würdig fort. Drei Motoren stehen
zur Auswahl - zwei mit acht Zylindern und ein Zwölfzylinder. Das „kleine”
„große Coupé”, der CL 500, leistet 388 PS und bei 2.800 U/min ein Drehmoment
von 530 Nm - beides eine deutliche Steigerung gegenüber dem direkten Vorgänger
und ausreichend für eine Beschleunigung von 5,4 Sekunden auf 100 km/h.
Im CL 600 geht ein Biturbo-Zwölfzylinder seiner Arbeit nach, der stolze
517 PS leistet. Das Drehmoment von 830 Nm bei bereits 1.900 U/min sorgt
für einen Wert von 4,6 Sekunden für den Sprint auf 100 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit
ist bei beiden Modellen mit 250 km/h begrenzt.
Noch um acht Pferde mehr bringt der CL 63 AMG auf die Straße. Er hat zwar
„nur” acht Zylinder, aber die PS-Schmiede AMG entlockt dem 6,2 Liter großen
Triebwerk 526 PS.
Im Inneren aller drei Modelle herrscht erwartungsgemäß Clubatmosphäre
mit einem Übermaß an Holz, Leder, hochflorigen Teppichen und jeder Menge
Unterhaltungselektronik. Elektronische Helferlein sorgen auch für höchstmögliche
Sicherheit - Active Body Control, Intelligent Light System, PRE-SAFE®
Bremssystem, Bremsassistent Plus (mittels Radar wird die Distanz zum Vordermann
gemessen, in Relation zur Fahrtgeschwindigkeit gesetzt und gegebenenfalls
wird der Fahrer mittels optischer und akustischer Warnsignale alarmiert.
Reagiert, sprich bremst, dieser nicht, so erledigt auch dies das CL Coupé
für uns.).
Diese Tradition der Coupés mit ihrer Symbiose aus technischer Perfektion
und elegantem Styling wird also auch in Zukunft fortgeführt. Seit 1952
hat Mercedes insgesamt über 178.000 Luxus-Coupés produziert.
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Text: Wolfgang M. Buchta
Photos: Ulli Buchta, Franz Pulkert, DaimlerChrysler Archiv

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