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Aktuelle Ausgabe: April/Mai | ||||||
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Die Zehnte! Was dem historischen Vorbild knapp vorenthalten blieb, gelingt dem Revival. Die 1000 Minuten Klassik feiert ihre 10. Ausgabe! Anfang der 60er Jahre reifte im damals noch sehr jungen RRC 13 (Recent Racing Club 13) die Idee eine offizielle Veranstaltung durchzuführen. Doch mit der österreichischen Welt der Wertungsfahrten mit ihren komplizierten Reglement und teilweise weltfremden Wertungsschemen wollte man nichts zu tun haben. Das Konzept der "Internationalen Rallye der 1000 Minuten" sollte sich an der harten und in die Zukunft weisenden "Spa-Sofia-Liege" orientieren. Ihre Ausrichtung brach in nahezu allen maßgebenden Punkten mit den brav geübten Traditionen. 14,6% angekommen. Gefahren wurde Ende Oktober, wo die Straßen
so richtig feucht und rutschig sind, und der Nebel ständiger Begleiter
ist. Völlig neu waren die extremen Längen der Strecken und ihre Abwicklung
ohne Pausen. Entscheidende Streckenabschnitte wurden in der Nacht und
auf Sandstraßen gefahren. Das Wertungsschema war denkbar einfach: Ankommen
möglichst ohne Zeitüberschreitung unter Einbehaltung der Maximalzeiten.
Aus den erzielten Differenzen wurden ohne Handicap-Wertung zum Gesamtklassement
gewertet. Phoenix aus der Asche. Aus der Entwicklung der Oldtimer- Begeisterung
ab Mitte der 90er Jahre heraus, reifte im RRC 13 die Idee, die Traditions-
Rallye wieder zum Leben zu erwecken. Von Anfang an geht die, jetzt "1000
Minuten Klassik" genannte, Rallye erneut andere Wege als alle Anderen.
Und der Erfolg sollte sich von Anfang an einstellen und die zehnte Austragung,
im Gegensatz zum historischen Vorbild, erreicht werden. Die 1000er ist
und bleibt eine reine Gleichmäßigkeits-Rallye, gefahren auf selektiven
Streckenabschnitten, unter Einbeziehung der schon damals legendären Sonderprüfungen.
Bis auf die Abschlussprüfung, rund um das Kremser Kreisgericht, werden
ausschließlich Schnitt- Prüfungen gefahren. Besonders beim diesjährigen
Jubiläum nehmen knapp 80 teilnehmende Teams geweihten historischen Boden
unter die Räder. "Reinsberg", "Ybbsitz-Opponitz" und
die Königin aller Sonderprüfungen, die "Groß Hollenstein- Lassing"
lassen die Leistungen der damaligen Teams erahnen. Hart aber herzlich. Drei unvergessliche Fahrtage prägen sich tief
in unseren Erinnerungen ein. Eine Schleife durch die Wachau bis tief in
den Wiener Wald hinein begeistern ebenso, wie die landschaftlich unbeschreibliche
Runde durch das Alpenvorland. Der abschließende Fahrtag bringt uns in
die entlegendsten Gegenden des ohnehin schon dünn besiedelten Waldviertels.
Wären nicht die anderen Teilnehmer, würde man kaum ein Auto sehen. Genuss
gepaart mit Härte. Die bereits vorhin erwähnten Sonderprüfungen fordern
viel, aber nicht das allerletzte ab. Das Tückische an der, von den Fans
liebevoll kurz "1000er" genannten Rallye besteht in der Aufrechterhaltung
der Konzentration. 1. Etappe: moderate Fahrzeit, wunderschöne Strecke,
man kommt aus dem Staunen nicht mehr heraus. Fast ist man zum "Bummeln"
verleitet. 2. Etappe: die Straßen werden enger und enger. Start in die
SP, zahllose Kurven, Kehren und Abzweigungen sind ständiger Begleiter,
der Schnitt wird zur Problemzone, durchschnaufen, es ist geschafft. Kurz
darauf die nächsten 2 SP´s, die Etappenzeit erfordert jetzt zügiges Fahren.
Roadbook und Schnitttabellen werden verzweifelt zu koordinieren versucht,
schnelles Vorbereiten ist jetzt angesagt. Halda gezogen, Stoppuhr gedrückt?
Dann wird es wieder gemütlicher, bis sich dieses Schauspiel erneut wiederholt. Austroclassic Ausgabe 6/07
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Text: Gernot Kronberger
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Datum der letzten Änderung: 30.03.2008 by - © 2000-2008 - site by w & web-idee. |